Medienarchiv
- Hinweis:
- 10.02.2010 – LH nimmt Forderungen der Studierenden Entgegen
- 03.02.2010 – Petition an Land Salzburg
- 24.12. 2009: Flashmob: Schillerbrennt!
- Unibrennt Salzburg übergibt konkrete Forderungen an das Rektorat
- 19.11.2009 – “Glücksspiel” um Studienplätzchen auf der Schranne Salzburg
- 17.11.2009 – Mozart erklärt sich solidarisch
- 13.11.2009 – Tag der offenen Tür:
- 12.11.2009 – Klaus Maria Brandauer ; Stermann & Grissemann
- AKTION : 05.11.2009 : Protestierende StudentInnen tragen in Salzburg die Bildung zu Grabe
- AKTION : 05.11.2009 : Wandertransparent “Free Uni” auf Reisen durch Europa!
- AKTION : 05.11.2009 : Plattform Unibrennt Salzburg: Ausverkauf der Bildung
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Verhandlungen
10.02.2010 – LH nimmt Forderungen der Studierenden Entgegen
03.02.2010 – Petition an Land Salzburg
– Wir fordern einen höheren Stellenwert der Bildung im Land Salzburg!
Heute haben wir eine eine Petition mit unseren Forderungen an den Studienstandort Salzburg
an Landtagspräsidenten Simon Illmer übergeben.
Schon im Spätherbst gab es viel Zuspruch zu unseren Forderungen, auch von Vertretern der
Salzburger Politk. Unser Katalog an Forderungen an das Stadt und Land Salzburg wird
auch vom Rektorat der Universität Salzburg wie der ÖH-Salzburg voll
unterstützt.
Wir fordern auf, Verantwortung zu übernehmen und über die Pladoyers für verbesserte
Universitäts- und Studienbedingungen in Salzburg hinaus, konkrete Veränderungen
in Angriff zu nehmen.
Die Forderungen, die sich an das Land Salzburg richten beinhalten beispielsweie
einen Erweiterungsbau des neuen Unipark-Nonntal: Bei diesem zeichnen sich , so
viele Stimmen im Umfeld der Universität, noch vor Fertigstellung der
Bauarbeiten schon wieder gravierende Platzprobleme ab. Wir verlangen eine verbesserte Förderung von JungforscherInnen, Regelungen zu
fairen Praktikumsverhältnissen, die Einrichtung von zusätzlichen
Stiftungsprofessuren und eines Landesstipendiums zur Förderung der
internationalen Mobilität der Studierenden nach öberösterreichischem Vorbild.
Kulturangebot und öffentlicher Verkehr im Land Salzburg sollen durch eine deutliche
Reduzierung der Eintrittspreise und Tarife auch für Studierende und andere
sozial Schlechtergestellte leistbar werden.
Dringend nötig ist ein Konzept zum Zusammenspiel zwischen öffentlichen und privaten
Bildungseinrichtungen und deren Subventionen von Stadt und Land sowie ein
deutliches Bekenntnis zum Schutz der freien humanistischen Bildung abseits
jeder ökonomischen Verwertungslogik.
Wir erwarten uns klare politische Schritte zur Verbesserung der Hochschulbildung in
Salzburg, schließlich ist Bildung neben der hohen Bedeutung für das Gemeinwesen
ein zentraler Faktor für die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftstandortes
Salzburg.
Investitionen in Bildung sind Zukunftsinvestitionen, die sich bezahlt machen und auch das
Land Salzburg muss hier seinen Teil beitragen!
24.12. 2009: Flashmob: Schillerbrennt!
Adventkranzniederlegung vor dem Schillerdenkmal am Max-Reinhardt-Platz: Unibrennt-Salzburg Aktivisten machen im Sinne des Weihnachtsfriedens leise auf ihre nach wie vor brennenden gesellschaftspolitischen Anliegen aufmerksam: Anrufung der Heiligen der geistigen Freiheit, der Demokratie und der Würde des Menschen!
Unibrennt Salzburg übergibt konkrete Forderungen an das Rektorat
Mit einem Katalog konkreter Forderungen richteten sich heute, Montag, die AktivistInnen der Plattform Unibrennt-Salzburg an die Universität Salzburg. Das in intensiver Arbeitsgruppentätigkeit entstandene Papier wurde heute Mittag dem Rektor Heinrich Schmidinger persönlich übergeben.
„Auch wenn sich die Proteste primär an das Wissenschaftsministerium richten, so können und müssen auch die Universitäten ihren Anteil leisten und damit der bekundeten Solidarität Taten folgen lassen. Kleine Adaptionen durch die Universität, welche auch ohne großen finanziellen Aufwand sofort umgesetzt werden können, würden massiv zur Verbesserung der Studienbedingungen beitragen“, erklärte einer der Studierenden.
Die Forderungen an die Universität betreffen vor allem die Verfügbarkeit von Räumlichkeiten und Infrastruktur für Studium und Gruppenarbeiten sowie ein Mehr an studentischer Mitbestimmung bei den Inhalten und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Aber auch längere Bibliotheksöffnungszeiten, wie sie gemäß eingesammelter Unterschriften ein Großteil der Studierenden in Salzburg wünscht, sind Teil der geforderten Veränderungen.
„Die Arbeitsgruppe hat sich Gedanken darüber gemacht, wie die Universität selbst auf möglichst einfachem Weg zu dem Ziel einer grundlegenden Reform der höheren Bildung beitragen kann und die abstrakten Ideen in erste sehr konkrete Forderungen gegossen. Wir sehen das auch als aktiven Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen von unserer Seite und sind optimistisch gemeinsam mit dem Rektorat gute Lösungen zu erarbeiten“, so eine Sprecherin.
Das Rektorat ist eingeladen, am Freitag im HS 381 direkt zu den Forderungen Stellung nehmen. Mit der Präsentation des „Free-Uni-Raps“ am Mittwoch, dem Besuch von Hans Söllner am Donnerstag sowie mehreren Vorträgen und Aktionen steht damit eine weitere intensive Woche bei den Studierendenprotesten in Salzburg bevor.
Der vollständige Forderungskatalog ist unter http://www.unibrennt-salzburg.org/grundsatze-forderungen einzusehen. Bildmaterial zur Aktion ist wie gewohnt unter http://www.unibrennt-salzburg.org/medienarchiv oder direkt auf Anfrage zu beziehen.
19.11.2009 – “Glücksspiel” um Studienplätzchen auf der Schranne Salzburg
Die Studierenden der Unibrennt-Salzburg Bewegung haben sich am Donnerstag den 19. November auf der Schranne zusammengefunden um die Bevölkerung zum Glückspiel zu animieren. Als Spieleinsatz wurden „Studienplätzchen“ verwendet, die an einem Roulette verspielt werden konnten. „Die Vergabe der Seminar- und Studienplätze gleicht einem Glücksspiel und darauf wollen wir aufmerksam machen“ beschreibt eine Aktivistin von Unibrennt die Aktion. Gut 15 Aktivisten waren am Glücksspiel-Stand am Mirabellplatz präsent und suchten den Kontakt zu den PassantInnen, die auf die Aktion sehr positiv reagiert haben. „Ich bin begeistert von der Idee und wie die Studenten sich dafür einsetzen.“ teilt ein Passant mit und fordert Durchhaltevermögen: „Gebt nicht auf!“.
17.11.2009 – Mozart erklärt sich solidarisch
Staunende Gesichter am morgendlichen Mozartplatz: am Montag, dem Internationalen Tag der Bildung, zeigte sich die Statue des als Freigeist bekannten Komponisten mit einer solidarischen „Free Uni-Flagge“. Die Studierenden von Unibrennt hatten sie ihm in einer Blitzaktion in die Hand gegeben und wollten so auf ihr Anliegen einer freien und selbstbestimmten Bildung aufmerksam machen. Verdutzten Touristen war das ein Foto wert, die Polizei stand zunächst ratlos vor dem solidarischen Mozart. Im Laufe des Vormittags wurde die Flagge durch die Behörden leider entfernt.
Eine weitere Aktion findet derzeit am alten Grenzübergang Walserberg statt: Unter dem Motto „Niemand hat die Absicht, eine Schranke zu errichten“ führen die AktivistInnen von Unibrennt in Hahn-Kostümen Grenzkontrollen durch.
13.11.2009 – Tag der offenen Tür:
12.11.2009 – Klaus Maria Brandauer ; Stermann & Grissemann
Thementag – prekäre Arbeitsverhältnisse an den Universitäten
Klaus Maria Brandauer:
Stermann & Grissemann:
AKTION : 05.11.2009 : Protestierende StudentInnen tragen in Salzburg die Bildung zu Grabe
Den Höhepunkt des heutigen Aktionstages “Freie Bildung für alle” bildete ein Trauermarsch zur Beisetzung der jüngst verschiedenen freien Bildung. Der Zug von 500 DemonstrantInnen, unter ihnen viele ProfessorInnen und LehrveranstaltungsleiterInnen der Universität, ging von der gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät durch die Innenstadt über die Staatsbrücke zum Mirabellplatz. Die Forderungen wurden in Fürbitten formuliert und in Litaneinen wurde Wissenschaftsminister Hahn, sowie weitere PolitikerInnen, zum Handeln angerufen: “Scheinheiliger Hahn — handle für uns”. Unter den altehrwürdigen Mauern der St.Andre Kirche wurden die Grabesreden gehalten. Im Anschluss an die Demonstration wurde beschlossen auszuharren und die Proteste fortzuführen, bis die freie Bildung sich aus dem Grabe erheben wird.
AKTION : 05.11.2009 : Wandertransparent “Free Uni” auf Reisen durch Europa!
Freie Universitäten für Europa – Die von den Salzburger Protestierenden ausgesandte Botschaft “Free Uni” hat ihre Reise durch Europa begonnen. Nach der aufsehenerregenden Installation an der Festung Hohen-Salzburg vom vergangenen Montag wurde das Transparent nun auch in Innsbruck und München an bekannten Wahrzeichen angebracht.
Symbolcharakter hatte die Aktion auf der Europabrücke der Brennerautobahn. „Die Europabrücke verbindet zwei Seiten eines tiefen Tals auf dem Weg der Autobahn von Österreich nach Italien. Auch dieses Transparent soll für eine internationale Verbindung stehen – die Verbindung der kritischen Studierenden. Die Bildungsmisere ist ein internationales Problem und das Transparent Symbol für eine Bewegung, die ganz Europa betrifft! Wir fordern freien Bildungszugang in ganz Europa“, so ein Sprecher der Plattform Unibrennt.
Mit der Überreichung des Transparentes an die Studierenden der gestern besetzten Universität München wurde die nationale Grenze nun auch real überschritten. Morgen Freitag wird das Transparent in Wien zum internationalen Plenum der Bewegung erwartet um anschließend seinen Weg durch Europa fortzusetzen.
Fotos zum Download: 20091105_FREE_UNI
AKTION : 05.11.2009 : Plattform Unibrennt Salzburg: Ausverkauf der Bildung
Auf der heutigen Schranne, dem jeden Donnerstag stattfindenden Markt auf dem Mirabellplatz, waren die Salzburger Protestierenden mit einem Angebot der besonderen Art vertreten. Unter dem Motto „Ausverkauf der Bildung“ brachten sie ECTS-Punkte und Bachelorzeugnisse unter die Bevölkerung. Da universitäre Bildung aufgrund der Untätigkeit, Ignoranz und Kurzsichtigkeit von Wissenschaftsminister Hahn und Bundeskanzler Faymann ohnehin nichts mehr wert sei, „können wir sie ja auch gleich billig verscherbeln“ meint eine der Vertreterinnen der Plattform Unibrennt.
Wie die bildungshungrigen Studierenden berichten, wurden ihnen die Bachelorabschlüsse förmlich aus der Hand gerissen. „Die Zeugnisse sind zwar das Papier nicht wert, auf dem wir sie gedruckt haben, aber das gilt ja schließlich auch für die meisten Aussagen unserer PolitikerInnen“, schließen die AktivistInnen von Unibrennt.
Mit ihrer Aktion verdeutlichen die Studenten, dass Bildung keine Ware sondern ein Allgemeingut ist, das jedem Interessierten frei stehen muss.
Fotos zum Download: 20091105_AKTION_SCHRANNE










































Student
9 Nov, 2009
In Anschluss an seine Lesung im Literaturhaus Salzburg solidarisierte sich Robert Menasse mit den BesetzerInnen im Hörsaal 381 der Universität Salzburg und forderte die protestierenden Studierenden auf, konsequent an ihren Forderungen und Werten festzuhalten.
Diese 3 Videos zeigen Menasses Besuch bei unserem Abendplenum vom 03.11.2009:
Teil I: http://www.youtube.com/watch?v=VP3b_HRwl6o
Teil II: http://www.youtube.com/watch?v=1A3E8Go-UcI
Teil III: http://www.youtube.com/watch?v=gcvvGbtJGGY
Das Video zu seinem ausführlicherem Vortrag im besetzten Hörsaal am darauffolgenden Tag ist hier zu finden: http://vimeo.com/7431870