Salzburger Studierende fordern freie Bildung in ganz Europa

„Free Uni“ – Mit der Anbringung eines groß dimensionierten Transparents auf der Festung Hohensalzburg machten die Studierenden der Protestbewegung „Plattform Unibrennt-Salzburg“ heute auf die internationale Bildungsmisere aufmerksam.

Die Solidarität mit den ausländischen Studierenden wird hervorgehoben. „In einem geeinten Europa muss freier Hochschulzugang eine Selbstverständlichkeit sein. Freier Bildungszugang sollte nicht nur in Österreich, sondern in der gesamten EU gewährleistet sein. Der Bologna-Prozess ermöglicht Mobilität, ohne aber die notwendigen Rahmenbedingungen in Form eines allgemeinen freien Bildungszugangs zu gewährleisten. Hier ist die EU gefordert!“, so ein Vertreter der Studierendenbewegung. Die Plattform wendet sich damit vehement gegen den Vorwurf, dass ausländische Studierende, insbesondere aus Deutschland, die Ursache der miserablen Studienbedingungen in Österreich seien. „Die Zugangsbeschränkungen zu universitärer Bildung und die Unterfinanzierung der Unis, wie sie in vielen Staaten bestehen, sind die eigentliche Ursache des Problems“, präzisiert eine Kollegin.

Bildung verkomme zu einer Ware und werde nicht als wertvolles öffentliches Gut verstanden. „Ziel ist es aufzuzeigen, dass der Ausschluss aus höherer Bildung ein internationales Problem ist. Wir unterstreichen unsere Solidarität mit allen Bildungshungrigen inner- und außerhalb Europas“, so eine Sprecherin von „Unibrennt“. Seit Jahren fordern Studierende zahlreicher Länder rund um den Globus freien Zugang zu Bildung und einen Abbau der diskriminierenden Barrieren. Allein dieses Jahr kam es bereits in Irland, Italien und Dänemark zu ähnlichen Protesten. Die Proteste in Salzburg werden fortgesetzt, bis die Anliegen der Bewegung „Unibrennt“ ernst genommen und politisch wahrgenommen werden.

Bildrechte: Simon Hofbauer, Hannes Roebke

  • sieht gut aus! wir sehen uns heute am plenum

  • Wann kommen denn die Bilder vom Flashmob? Hab schon welche auf Facebook gesehen. Echt klasse!
    Solidarische Grüße aus Marburg.

  • Respekt an die Kolleg_innen aus Salzburg! Tolle Aktion und sicher ein riesen Aufwand!

  • Sehr gut, sehr wirksam. Bravo!

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.